Jessica Krauter, 29. Nov 2022 Ab wann dürfen Babys Trockenfrüchte essen?


Getrocknete Früchte sind nicht nur für uns Erwachsene ein gesunder und nachhaltiger Snack. Auch die Kleinsten unter uns können von den vielen Nährstoffen und dem leckeren Geschmack profitieren.

So ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich, getrocknete Äpfel und Bananen in die Ernährung Deines Babys einzubinden – ob als Snack, im Brei oder in leckeren Rezepten. Wann Du damit beginnen kannst und worauf Du achten musst, klären wir im folgenden Artikel. 


Ab wann kannst Du Trockenfrüchte in die Ernährung Deines Babys einbauen?

Trockenfrüchte sind süß und voller wichtiger Nährstoffe, die Deinem Baby guttun und natürlich auch gut schmecken. Sie sind weder giftig noch ein gefährliches Lebensmittel für Dein Baby. Daher kannst Du Trockenobst schon ab Beikostreife mit in die Ernährung einbinden.


Was sind Beikostreifezeichen? 

Wann Dein Baby bereit ist, mit der Beikost zu beginnen, erkennst Du an den folgenden Beikostreifezeichen:

  • ✔ Dein Baby kann selbstständig den Kopf halten und mit ein wenig Unterstützung allein sitzen.
  • ✔ Die Hand-Mund-Koordination ist genug ausgeprägt, damit sich Dein Baby Dinge in den Mund stecken kann. 
  • ✔ Dein Baby hat Interesse am Essen und zeigt eindeutige Kaubewegungen.

  • ✔ Der Zungenstoßreflex Deines Babys hat aufgehört.

Diese Reifezeichen zeigen sich frühestens ab dem zehnten Lebensmonat. Bedenke jedoch, dass jedes Baby und die jeweilige Entwicklung anders sind. Lass Dich nicht stressen, gib Deinem Baby genügend Zeit, sich zu entwickeln und bereit für feste Nahrung zu sein. 


Darf Dein Baby schon vor der Beikostreife Trockenfrüchte zu sich nehmen?

Sollte Dein Baby schon vor der Beikostreife essen, darf es nur Brei und keine feste Nahrung bekommen. Daher müssen alle Trockenfrüchte, die Du Deinem Kind geben möchtest, fein püriert werden. Es wird empfohlen, dass etwa ab dem siebten Monat Babybrei mit Trockenobst gesüßt werden kann.


Sind Trockenfrüchte gut für die Ernährung Deines Babys?

Auf jeden Fall! Denn Trockenobst ist fettarm und hat nach wie vor einen hohen Gehalt an wertvollen Ballast- und Nährstoffen. Ganz besonders wichtig sind auch die schonenden Trocknungsverfahren (Gefrier-Luft- & Vakuumtrocknung), durch die das Obst nur wenige gesunde Eigenschaften verliert.


Wie sich Fruchtzucker auf Dein Baby auswirken kann

Da Trockenfrüchte über einen konzentrierten Wert an Fruchtzucker verfügen und somit sehr süß sind, solltest Du damit zu Beginn sparsam umgehen. Es wird empfohlen, dass Babys in den ersten ein bis zwei Lebensjahren Trockenfrüchte nur in Maßen essen sollten.

Denn auch wenn es sich hierbei nicht um isolierten Industriezucker handelt, so kann der hohe Fruchtzuckergehalt bei Deinem Baby die Entstehung von Karies begünstigen und den Blutzucker in die Höhe treiben.


Was Trockenfrüchte und Schlaf gemeinsam haben

Getrocknete Früchte verfügen über einen sehr hohen Gehalt an Tryptophan. Diese Aminosäure wird im Körper in das Hormon Melatonin umgewandelt. Dieses Hormon macht uns müde und steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Daher kann sich der Verzehr von Trockenfrüchten beruhigend auf den Organismus Deines Babys auswirken und sogar das Einschlafen fördern. 


Kleine Verdauungshelfer für die Kleinsten

Der hohe Ballaststoff- und Zuckergehalt von Trockenfrüchten wirkt stuhlauflockernd. Sollte Dein Baby also einmal an leichten Verstopfungen leiden, kannst Du Trockenobst als Snack oder Brei anbieten und somit die Verdauung unterstützen.

Sei aber vorsichtig, denn größere Mengen können zu Blähungen, Bauchschmerzen und sogar Durchfall führen. Der kleine Körper Deines Babys kann große Zuckermengen einfach nicht abbauen und reagiert dann abführend.


Ungeschwefelte Trockenfrüchte

Schwefeloxid wird häufig dazu verwendet, die Oxidation und Verfärbung der Früchte zu verhindern. Es kann allergische Reaktionen hervorrufen und das unreife Verdauungssystem Deines Babys unnötig belasten. 

Unsere buah Trockenfrüchte hingegen sind alle ungeschwefelt. Du kannst sie ganz ohne Bedenken an Dein Baby geben. Was genau das Problem an geschwefelten Trockenfrüchten sein kann, erfährst Du in dem Artikel!


Achte aufs BIO-Siegel

Damit ihr beruhigt zugreifen könnt, solltest Du beim Kauf auch auf ein BIO-Siegel achten. Da etwa Datteln im Anbau sehr anfällig für Schädlinge sind, wird hier gern zu konventionellen und schädlichen Pestiziden gegriffen.

Aber nicht jede Trockenfruchtsorte ohne BIO-Siegel ist ungesund. Denn auch unsere Erdbeere oder Ananas kannst Du Deinem Baby ohne Bedenken anbieten. Denn wir wählen unsere Lieferanten und Produktionsstätten sorgfältig und mit Bedacht aus.


Welche Trockenfrüchte sind gut für Dein Baby?

Im Grunde können Du und Dein Baby entscheiden, welche Trockenfrüchte die besten sind. Damit Du Dich in der großen Angebotsvielfalt zurechtfindest, geben wir Dir gern ein paar Ideen und Rezepte mit unseren buah-Früchten auf den Weg. 


BLW – Baby-lead Weaning

Baby-led Weaning (BLW) ist ein Ernährungsansatz, bei der Du neben der Muttermilch oder Säuglingsnahrung Deinem Baby Essen vom Familienessen anbieten kannst. Es wird also kein Brei gefüttert, sondern direkt feste Nahrung in mundgerechten Stücken. 


Trockenfrüchte als Fingerfood

Unsere BIO-Apfelchips oder auch die BIO-Bananenchips eignen sich hervorragend für den Einstieg. Sie sind klein, handlich und können von Deinem Baby gut gegriffen und in den Mund geschoben werden. Zudem sind sie sehr bekömmlich und leicht verdaulich für den kleinen Babymagen.

Unsere Erdbeeren und Himbeeren sind genauso gut geeignet. Sie sind reich an Vitaminen und sehr handlich. Aber Achtung: Himbeeren werden erst ab dem neunten oder zehnten Monat empfohlen, da sie viel Fruchtsäure besitzen und somit Allergene enthalten können.


Trockenfrüchte im Obst-Brei

Am besten ist, wenn Du das getrocknete Obst einfach in Wasser einlegst und es anschließend zu einem leckeren Brei pürierst. Kombiniere doch unsere BIO-Blaubeere mit den BIO-Apfelchips und BIO-Bananenchips.

Pflaumen kannst Du sogar schon ab dem vierten und sechsten Monat in Form von Brei anbieten. Denn diese Früchte sind reich an natürlichen Ballaststoffen und Vitaminen. Sie sind säurearm und haben kein Allergiepotenzial.


Noch mehr Baby-Rezept-Ideen 

Neben Fingerfood und Brei kannst Du Deinem Baby noch weitere Köstlichkeiten anbieten. So kannst Du beim Backen von Muffins oder Kuchen Datteln als Süßungsmittel einsetzen. Die natürliche Süße der Früchte ist sehr stark und kann als gesunde Alternative zum Zucker verwendet werden.


Muffins oder Kuchen

Wandele dabei unser Rezept für saftige Beeren-Muffins etwas ab, indem Du anstatt des Honigs (unter einem Jahr dürfen Babys keinen Honig essen) Datteln verwendest. Weiche sie dafür etwa 30 Minuten direkt in der Milch ein und püriere sie anschließend.

Anstatt der Buttermilch kannst Du auch zu Pflanzenmilch greifen. Informiere Dich am besten im Vorfeld, was Dein Baby ab welchem Alter essen darf. 


Tomatensoße

Datteln kannst Du auch zum Süßen einer leckeren Tomatensoße nutzen. Schneide sie dazu einfach klein, köchele sie gemeinsam mit den Tomaten zu einer schmackhaften Soße und püriere sie anschließend. Dafür kannst Du sogar unsere getrockneten Tomaten nutzen. 


Brot oder Brötchen

Für BLW eignen sich besonders kleine Brötchen oder Brotscheiben, die Dein Baby dann selbst in der Hand halten und abknabbern kann. Wenn Du unser veganes Bananenbrot-Rezept dazu nutzt, kannst Du einfach anstatt eines großen Brotes kleine Brot-Sticks backen.


Unser buah-Fazit zu Trockenfrüchte für Babys

Wann genau Du damit beginnst, Trockenobst in die Nahrung Deines Babys einzubinden, bleibt am Ende Dir überlassen. Das entscheidest Du allein, da Du Dein Baby am besten kennst und am ehesten einschätzen kannst, wann es so weit ist.

Lass Dich nicht stressen, wenn Dein Baby nicht gleich ab dem zehnten Monat die Beikostreifezeichen zeigt. Essen soll schmecken und Spaß machen. Beginne daher einfach Trockenfrüchte mit in den Brei zu mischen und steigert euch langsam über Kekse zu puren Trockenfrüchten als gesunde Snacks für zwischendurch. 

Denn auch für Dein Baby ist Trockenobst eine gesunde und nährstoffreiche Alternative zum Industriezucker und verarbeiteten Lebensmitteln.